AKTUELLES

Zur Innenstadtbelebung - Ausschuss TWK

 

In der letzten TWKA Sitzung hat die WMF Ihre Ideen zur Belebung der Meldorfer Innenstadt vorgestellt. Das war eine Aufforderung der SPD Fraktion an die WMF, nachdem die Gründung einer Genossenschaft in der Stadtvertretung am 26.08.2020 mehrheitlich abgelehnt wurde.

 

Sehr gerne sind wir dieser Aufforderung nachgekommen und haben den Antrag gestellt, die Vorstellung unserer Ideen auf die Tagesordnung der nächsten Ausschusssitzung (01.10.2020) zu nehmen. Was nach der Ideenpräsentation folgte, war an Kuriositäten nicht mehr zu überbieten.

 

Als erstes erfolgte eine langatmige Trauerrede der SPD auf die Genossenschaft, vorgetragen von Horst Walter Roth. Von einer Spaltung war die Rede, die die Stadt Meldorf noch auf Jahre spüren würde.

 

Ganz anders die Reaktion der Linken, in Person von Willi Dohrmann. Die Linken haben sich zwar wie die SPD für eine Genossenschaft ausgesprochen, sind aber nicht in Lethargie und Handlungsunfähigkeit gefallen. Stattdessen hat Willi Dohrmann die Zeit effektiv genutzt und sogar eine starke Skizze für eine mögliche Informationssäule aus dem Ärmel gezaubert, die er während der Trauerrede an alle Ausschussmitglieder verteilte.

 

Was für eine absurde Situation, unterschiedlicher kann eine Reaktion auf demokratische Entscheidungen nicht ausfallen!

 

Was dann folgte, war ein positiver, konstruktiver und ideenreicher Austausch (fast) sämtlicher Fraktionen, der so gar keine Spaltung erkennen lies. Auch die FDP kündigte an, zur nächsten Ausschusssitzung ergänzende Vorschläge zur Innenstadtbegrünung zu erarbeiten! (nur die SPD hüllte sich in Schweigen)

 

Zum Ende der Diskussion hat sich die Bürgermeisterin zu Wort gemeldet und die zahlreichen Ideen vorgelesen, die sie gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten erarbeitet hat. Zum Teil gute Ideen, die aber scheinbar nicht den Weg in den entsprechenden Ausschuss gefunden haben. Schade!

 

Das Ende der Genossenschaftsidee, sollte nicht das Ende guter Ideen für die Meldorfer Innenstadtbelebung sein. Aus diesem Grund wurde einvernehmlich im TWK Ausschuss beschlossen, die Vorschläge der WMF und die Ideen der anderen Fraktionen zusammen zu führen. Diese Ideensammlung wird dann in einen Arbeitsauftrag an die Verwaltung und die Bürgermeisterin voraussichtlich in der nächsten Sitzung des TWKA am 4.11.2020 präzisiert.

 

Claudia Wichelmann

Innenstadtbelebung

 

Die WMF hat einige Ideen entwickelt, die als Anfang der Innenstadtbelebung zu verstehen sein sollten.

 

1. Das Thema der Anbindung der Innenstadt an das Nahversorgungszentrum, um die Verödung der Innenstadt, insbesondere der Gehstraße, zu verhindern, ist seit etwa zehn Jahren auf der Agenda, allerdings nicht mehr ganz oben, sondern eher ziemlich weit unten. Das Problem wird durch weiteres Abwarten nicht gelöst. Es sollte dringend ein Anfang gemacht werden.

 

Dieser Anfang kann zunächst einmal - vielleicht auch nur übergangsweise - dadurch verwirklicht werden, dass ähnlich wie das Hinweisschild auf den Freitags-Markt am Nahversorgungszentrum an verschiedenen Standorten entsprechende Groß-Plakate z.B. in der Kampstraße und in der Rosenstraße auf die in unmittelbarer Nähe befindliche Gehstraße als Einkaufsstraße hinweisen. An den Start- und Endpunkten der Gehstraße sollte ein Infopunkt errichtet werden, auf dem ähnlich wie in einem Einkaufszentrum Name, Lage und Profession der ansässigen Gewerbetreibenden nachzulesen sind.

 

2. Die Gehstraße nimmt nach Osten hin an Attraktivität ab und endet auf dem steinigen Platz des neugestalteten Zingels. Die Aufenthaltsqualität auf diesem Platz ist derzeit nicht gegeben. Wir schlagen vor, sowohl auf dem Zingelplatz als auch am Südermarkt (vielleicht unmittelbar hinter der Kirche) eine kleine Bühne zur Größe von vielleicht 25 m² zu errichten, etwa 50 cm hoch und mit

kostenloser Stromversorgung, die durch eine Zeitschaltuhr gesteuert werden kann. Dies ist eine Einladung an alle diejenigen, die sich in der Kultur-hauptstadt Meldorf öffentlich in irgendeiner Weise produzieren wollen, sei es durch das Üben von Musikstücken welcher Art auch immer, Chorproben, Proben für Theateraufführungen von Laienspielgruppen und vielem anderen mehr. Im Rahmen der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass solche Outdoor-möglichkeiten sogar unerlässlich geworden sind.

 

Für den Erfolg dieser Bühnen wäre es wünschenswert, wenn sich in der Nähe auch ein gewisses gastronomisches Angebot befinden würde, auf dem Südermarkt ist dies gewährleistet, auf dem Zingel noch nicht im hin-reichenden Maß. Hier sollten die im Rahmen der Corona-Krise reduzierten

Auflagen auch für Außengastronomie dringend beibehalten werden.

 

3. Auch der Rathausplatz als zentraler Aufenthaltsort in der Gehstraße sollte für alle Generationen aufgewertet werden. Der leere Platz für einzelne Veranstaltungen im Jahr sollte in der Hauptzeit auch von Kindern und deren Eltern, die sich in der Gehstraße aufhalten genutzt werden können. Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die für Veranstaltungen entfernt, verschoben oder abgedeckt (wie eine Sandkiste) werden können, sollten hier geschaffen werden. Weiterhin könnte für Veranstaltungen auch ein anderer Ort gefunden werden (Weihnachtsmarkt am Zingel ggf. mit zeitweiser Sperrung der Rosenstraße).

 

Am Zingel sollten seinerzeit noch Spielgeräte in Form von Segeln aus Edelstahl aufgestellt werden. Es ist in diesem Zuge zu prüfen, ob diese an einer Stelle der Planung aus dem Konzept genommen wurden. Sollte dies so sein, ist zu prüfen, ob dort einige Spielgeräte und zusätzliche Sitz-möglichkeiten aufgestellt werden können, um auch hier die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die vorhandenen zu niedrigen Sitzbänke um den Baum sollten mit Rückenlehnen ausgestattet werden, um älteren Mitbürgern das Aufstehen zu erleichtern, oder sie sollten erhöht werden. Zudem sollte an beiden Stand-orten geprüft werden, ob große Blumenkübel, die im Falle einer Veranstaltung mit einem Gabelstapler o.ä. an die Seite geräumt werden können, aufgestellt werden können.

 

Kirsten Witt

Vorsitzende der WMF-Fraktion

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