10 Jahre WMFWMF - was sonst?
Der seinerzeitige FDP Stadtvertreter Gerhard Hammerich beklagte sich darüber, dass die WMF die Themen aufgegriffen habe, die die FDP besetzt habe, wovon man in Meldorf allerdings wenig bis nichts gemerkt hatte. Von der SPD äußerte sich Norbert Zimmermann und meinte, dass in der Kommunalpolitik immer Platz für eine Wählervereinigung ist, es müsste sich allerdings zeigen, ob sie langfristig Platz haben könne. - Sie hat. Im übrigen meinte er, dass die WMF bei einer Wahl überall Stimmen abziehen würde. - Sie hat, aber insbesondere bei der SPD.
Die Prognosen der politischen Konkurrenten haben sich also mehr oder weniger erfüllt. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die WMF war das Ergebnis einer Frust-Reaktion, allerdings hat sie sich in den nunmehr 10 Jahren ihres Bestehens kommunalpolitisch ins Zeug gelegt, mehr als die politische Konkurrenz erwartet hatte, und sie hat eine Menge erreicht. Bei der Kommunalwahl 2003 ging es nicht mehr um Frust, sondern darum, dass die Bürger eine gute Arbeit der WMF gesehen haben, dass dies eine Gruppierung ist, die sich mit Kreativität und Engagement der Probleme der Meldorfer Bürger annimmt und auch keine Konflikte scheut. Die Wähler haben dies mit ihrer Stimmabgabe honoriert. Das Wahlergebnis 1998 war ein "Erdrutsch-Wahlsieg" für die WMF, aber das nur wenig schlechtere Ergebnis der Wahl 2003 von 32% hat gezeigt, dass die WMF sich in der Meldorfer Kommunalpolitik etabliert hat. Auch nach der Wahl im Mai 2008 wird die WMF eine, nein: die politische Kraft in Meldorf sein. |